Mittwoch, 29. Januar 2014

Produkttest Nr. 267 Favoptic


Firma: Favoptic AB c/o Evim Gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH

Produktart: Schmuck/Accessoires


Lieferzeit: 
Bei diesem Produkttest ist es nun ein bisschen anders, da man quasi zwei Lieferzeiten zu bewerten hat. Zum einen die, wenn die Proberahmen zum Testen geliefert werden und zum anderen natürlich die, wenn dann die fertige Brille bei euch an kommt. Die Lieferzeit der Probegestelle war schon echt super. Sie waren einfach so schnell da, dass ich noch gar nicht mit ihnen gerechnet hatte. Auch die fertige Brille kam super schnell und doch etwas früher als angekündigt. Aus diesem Grund kann ich hier einfach nur volle 4 von 4 Sternen vergeben.

Verpackung: 
Verpackt waren die Probegestelle, sowie die Brille in einem kleinen Karton, der wirklich sehr, sehr klein war. In den ersten passten gerade so die 4 Testgestelle und in dem für meine Brille war sogar nur Platz für diese eine Brille. Sehr platzsparend und der Karton war auch dick genug, sodass nichts beschädigt werden konnte. Auf den Kartons war das Favoptic-Design komplett aufgedruckt, man wusste also schon genau, was da bei mir ankam. Hier vergebe ich für die Verpackung 3 von 4 Sternen.



Zur Firma...
Favoptic ist ein Online-Shop für Brillenträger aller Art. Dort kann man sich als "Brillenschlange" nach Herzenslust umschauen und findet viele moderne Gestelle, aber auch Zeitloses ist dabei, wenn man nicht so auf das Moderne steht. Ganz am Anfang auf der Internetseite findet man diese Kategorien, die euch helfen, euch gut im Shop einzufinden...

* Brillen
* Glas & Extras
* Preise
* Mode
und
* So geht's

Auch ich hatte mich natürlich umgesehen und mich gleich mal genauer informiert, wie ich meine Brille am besten bestellen kann und auch genau weiß, welche mir am besten steht. Da muss ich sagen, dass mir der Shop richtig gut gefällt, was das angeht. Man kann sie nämlich entweder direkt online testen, wobei ihr die ausgesuchte Brille dann direkt an euch seht oder ihr lasst euch bis zu vier Probegestelle eurer Wahl nach Hause schicken, die ihr dann innerhalb von drei Tagen testen könnt. Dann können diese kostenlos zurück geschickt werden und eurer Favorit wird dann genau nach euren Wünschen im Shop erstellt. Um auch die richtige Größe zu haben und den genauen Augenabstand zu wissen, liegt bei euren Proberahmen ein roter Markierstift, mit dem ihr auf ein Formular welches auch beiliegt, euren genauen Augenabstand eintragen könnt. Die Proberahmen können schon ein wenig abgenutzt sein. Klar, sie werden ja auch immer an andere Leute verschickt. Dafür bekommt ihr aber natürlich eine niegelnagelneue Brille in top Zustand. Eure Brillen könnt ihr zwischen mehr als 300 Gestellen auswählen und ihr bekommt bei Favoptic Komplettbrillen mit euren Gläsern schon ab 39 €. Die Preise für die Brillen sind generell nicht so teuer und im Favoptic-Preis für eine Brille sind das Gestell, Einstärkengläser, Mwst, Versandkosten und das volle Rückgaberecht enthalten. Für eure Brillen- und Gläserwahl findet ihr im Shop die Kategorien "Brillen" und "Glas & Extras". Diese Unterkategorien zeigen euch, was es alles gibt...

* Brillen
* Alle Gestelle
* Damen Kunststoff
* Damen Metall
* Damen rahmenlos
* Herren Kunststoff
* Herren Metall
* Herren rahmenlos
* Spezialgestelle
* Glas & Extras
* Einstärkengläser
* Gleitsichtgläser
* Arbeitsplatzgläser
* Bifokale Gläser
* Entspiegelung
* Dünne Gläser
und
* Wenn die Sonne scheint

Jetzt möchte ich euch die Kategorien unter "Gläser & Extras" etwas genauer erklären, denn nicht jedes Glas ist für jeden geeignet. Alle Gläser sind sehr unterschiedlich und nicht jeder Mensch kann die gleichen Gläser nutzen. Beginnen möchte ich mit den Einstärkengläsern. Dies sind die üblichen Gläser, welche eine einheitliche Korrektionsstärke haben. Man kann damit ausschließlich besser in die Ferne sehen und sie wird beispielsweise beim Lesen benutzt. Solltet ihr unter einer Hornhautverkrümmung leiden, so sind die Gläser mit Schliff für den Astigmatismus im Preis inbegriffen. Auch bei Präzisionsarbeiten wie Löten und Nähen können sie gut eingesetzt werden. Dann gibt es noch die Gleitsichtgläser, welche man in drei verschiedene Arten unterteilen kann. Einmal die mit gegossenem Lesebereich, die ein relativ schmales Sichtfeld hat. Einmal die handelsüblichen Gleitsichtgläser, die nach modernster Technik geschliffen werden. Dabei hat man einen breiteren Lesebereich. Der obere Teil der Gläser ist für die Ferne und der untere Teil ist der Bereich zum Lesen. Natürlich haben die Gläser eine unsichtbare Übergangszone. Bei der dritten Form nenne sich die Gläser Feer-Form-Gleitsichtglas. Sie werden mit der neusten Schleiftechnik geschliffen. Der Schliff kann hierbei ganz individuell sein, denn er geschieht nach Stärke und Form des Gestells. Diese Technik ist aber etwas teurer in der Produktion, als die anderen. Die Arbeitsplatzgläser sind auch eine Art von Gläsern, die direkt für die Arbeit angepasst werden. Man hat hier ein extrabreites Sichtfeld, welches sich für das Schauen am Computerbildschirm eignet. In einer Reichweite von 1 Meter sieht man damit alles klar und deutlich. Sie haben jedoch keine Fernsicht und eignen sich daher nicht zum Autofahren. PC-Gläser, Computerbrillen und Arbeitsplatzbrillen sind im Prinzip das Gleiche und in der Regel bezahlt der Arbeitgeber auch diese Brillen. Die Entspiegelung ist ein günstiges Extra, welches die Gläser ein wenig härter und schmutzabweisender macht. Die Haltbarkeit der Gläser wird dadurch auch erhöht. Es gibt kaum noch störende Spiegelungen und eignet sich daher gut beim Autofahren. Da es weniger Reflexe sind, kommt auch mehr Licht durch die Gläser, was eine klarere Sicht hervorruft. Dann gibt es noch die Bifokalen Gläser, die die Vorgänger der Gleitsichtgläser sind. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken. Hier ist der obere Bereich für die Ferne und der untere hat ein kleines, sichtbares Lesefenster. Diese Variante ist eher altmodisch und man findet sie heute kaum noch. Die Gläser haben einen Extrakostenaufschlag von 59 €. Dünne Gläser gibt es bei Favopic natürlich auch, diese sind immer erstrebenswert, da sie die Brille leichter machen. Hohe Stärke bedeutet nicht gleich dicke Gläser, wie damals oft angenommen. Besonders bei rahmenlosen Gestellen sind die dünnen Gläser praktisch. Das Material ist hierbei stärker und verringert Rissbildungen. Auch gibt es extradünne Gläser mit höherem Brechungsindex. Diese sind dann ganze 40 % dünner als normale Gläser. Wenn die Sonne scheint will man doch auch als Brillenträger gut versorgt sein und nicht immer der Sonne entgegen blinzeln müssen. Alle Gestelle im Shop sind mit Sonnengläsern kombinierbar. Alle Sorten schützen vor Sonnenlicht und UV-Strahlung. Diese Gläser sind 80 % braun gefärbt. Die polarisierenden Gläser helfen sehr gegen störende Reflexe von Schnee, Wasser und nassen Straßen. Also können sie beispielsweise beim Skifahren und Segeln eingesetzt werden. Über die verschiedenen Arten von Gläsern kann man also ein ganzes Buch schreiben, wie ihr seht. Die Brille an sich hat auch eine lange Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert führt. Sie wurde damals schon nicht nur als Sehhilfe, sondern auch als modisches Accessoire verwendet. Die Leute aus dem 12. Jahrhundert glaubten damals noch, dass ein Kuhauge an einer Schnur gegen die Sehschwäche helfen würde. Diese hat man sich dann um den Hals gehängt. Erst als der Buchdruck im 15. Jahrhundert erfunden wurde, konnte man die Brillen auf der Straße kaufen. Damals glaubte man, dass Männer generell nicht so starke Gläser brauchten, als Frauen. 200 Jahre danach wurde die Brille mit Bildung in Verbindung gebracht. König Philip der 5. hatte auch eine Brille, die er eigentlich gar nicht brauchte. Diese war aus Schildkrötenpanzer, welcher heute noch sehr modisch und gefragt ist. Auch seine Frau und 500 Hofdamen trugen alle eine Brille. Nicht zu fassen, dass man damals eine Brille trug, weil man es schön fand, ohne dass man eine brauchte. Heute sträuben sich viele Leute, wenn es heißt, dass sie eine Brille brauchen. Viele tragen aber auch heute eine Brille, weil sie einfach mit Brille besser aussehen und diese richtig gut zu ihnen passt. Carl Erik Eriksson. der Gründer der 2011 gegründeten Internet-Boutique, brauchte seine erste Brille mit 40 Jahren. Seine erste Gleitsichtbrille erstellte er selbst. Diese benutze er aber erst, nachdem er seine Lesebrille verlor. Die Umstellung der Augen dauerte schon seine Zeit. Carl Erik Eriksson war eigentlich Kinderchirurg, aber als er merkte, dass man beide Tätigkeiten (Brillen erstellen und als Arzt operieren) nicht unter einen Hut bringen konnte, entschied er sich für die Brillen. Eine Praxis für Arbeitsmedizin wurde zusammen mit seinem Kollegen Joakim Santesson eröffnet. Dies waren die Anfänge von Favopic. Schnell war die Praxis der Konkurrenz ein Dorn im Auge, da sie die Computer-Brillen wesentlich günstiger verkaufte. Nach einer Zeit der Zusammenarbeit zahlte Eriksson seinen Kollegen aus und verkaufte seine Kette. Trotzdem wollte er weiterhin Brillen über das Internet verkaufen. 2001 startete er dann Favopic, welches heute ein sehr erfolgreiches Unternehmen ist. Es hat hunderttausend Kunden in Schweden, Norwegen, Finnland und Deutschland. Die Preise bei Favoptic sind deshalb so günstig, weil die Brillen keine Großhändler oder Optikergeschäfte passieren müssen. Die Brillen sind also in wenigen Tagen bei euch. Die Brillen müsst ihr erst bezahlen, wenn ihr euch entschieden habt sie zu behalten. 2001 hieß die Internetseite noch www.glasogondirekt.com. Dieser Name wurde 2005 aber in www.favoptic.com geändert, da man sich diesen leichter merken kann. 2005 wurde auch ein Tochterunternehmen in Schweden gegründet. 2007 wurde das millionste Gestell bei Favoptic verkauft. 2009 nimmt Favoptic das erste Mal an der Stockholmer Fashion Week teil. 2010 startete Favoptic dann offiziell in Deutschland.

Zum Produkt...
Ich hatte mir nun vier Gestelle meiner Wahl schicken lassen, die ich auch alle grünlich testete. Da ich ein eher kleines Gesicht habe, passten einige der ausgesuchten Brillen nicht ganz so gut. Ich mag große Brillen, wie beispielsweise Nerdbrillen, aber diese stehen mir irgendwie gar nicht. Eine war aber trotzdem dabei, die mir schon ziemlich gut an mir gefallen hat. Und das ist diese hier.



Diese Brille ist ähnlich der Form einer Ray-Ban und hat auch kleine Applikationen an den Seiten, wie die originale Ray-Ban.



Leider ist an der einen Seite der Brille schon die Applikation abgefallen. Ich habe keine Ahnung wie das passiert ist. Die Brille ist mir auch nicht runter gefallen oder so, vielleicht war es einfach nicht richtig fest geklebt. Aber ich denke, dass sich das ganz einfach wieder beheben lässt. Mit Sekundenkleber werde ich die Woche versuchen das Dilemma wieder zu beheben.




Der Rahmen der Brille ist sehr dick und in einem dunklen Braun. Die Brille ist wirklich sehr groß und in meinem Gesicht sehr auffällig. Ich finde, dass sie meinem Freund recht gut steht. Dieser hat einen etwas größeren Kopf und ein rundes Gesicht, was perfekt zu dieser Brille passt. Die Bügel der Brille sind auch in Braun gehalten und in der Innenseite befindet sich das gleiche Braun.



An mir sieht die Brille jetzt so aus, damit ihr euch davon ein Bild machen könnt.





Die Brille hätte mit den Fenstergläsern jetzt 82 € gekostet. Dabei waren der Rahmen, die einfach geschliffenen Gläser und die Entspiegelung.
Leider war ich auch nicht so schlau und habe bei den Angaben der Brillenstärke gepennt. Normalerweise hätte ich noch die Stärke der Brille angeben können, da ich Brillenträgerin bin, hätte das super gepasst. So habe ich jetzt nur Fensterglas in meinem Gestell, da ich es leider überlesen hatte. Man kann nämlich auch die Bescheinigung vom Optiker mit der Bestellung schicken und eure Brille bekommt die richtige Stärke in den Gläsern. Nunja, jetzt kann mein Freund sie als Accessoire nutzen, da er ja kein Brillenträger ist. Ganz schön finde ich vor allem das Etui für die Brille. Sie befindet sich nämlich in einem Metall-Etui, welches sehr edel und robust aussieht. Mal was anderes im Gegensatz zu "normalen" Etuis. Das Etui werde ich auch in Zukunft weiter nutzen, da es mir echt gut gefällt.





Dabei war auch ein kleiner Schlüsselanhänger, der zugleich ein kleiner Schraubenzieher ist, mit dem man seine Bügel der Brille nachstellen kann. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass meine Bügel locker geworden sind und teilweise auch ganz abgingen. Da ist so ein kleiner Schlüsselanhänger echt praktisch.





Im Großen und Ganzen bin ich mehr als zufrieden von diesem Online-Shop. Dass man sich Proberahmen bestellen konnte, fand ich echt top. Auch die Auswahl ist sehr groß und das Design gefällt mir gut. Schade nur, dass die eine Applikation sich von der Brille gelöst hat, aber wie gesagt, werde ich versuchen, dies wieder in Ordnung zu bringen.

Ich bedanke mich sehr bei Favoptic für diesen schönen und interessanten Produkttest.

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