Montag, 21. Dezember 2015

Produkttest Nr. 687 Possmann




















Firma: Kelterei Possmann GmbH & Co. KG

Produktart: Getränke


Lieferzeit: 
Die Lieferung der Testprodukte erfolgte in einer angemessenen Zeit. Sie waren innerhalb weniger Tage bei mir daheim und konnten gleich von mir getestet werden. Ich vergebe also für die Lieferzeit 3 von 4 Sternen.

Verpackung: 
Die Produkte von Possmann waren wirklich recht gut verpackt gewesen. Sie befanden sich in einem extrem großen Karton, der extra für den Versand von zerbrechlichen Flaschen geeignet war. Dieser war so groß, dass er schon fast zu groß für diesen Versand war. Dennoch passierte den Produkten nichts, sie waren super geschützt und aus diesem Grund vergebe ich hier die vollen 4 von 4 Sternen für die Verpackung.
























Zur Firma...
Habt ihr schon einmal etwas von Frankfurter Äpfelwein gehört? Nicht? Auch wenn ich selbst gar nicht so weit weg von Frankfurt wohne, kenne ich dieses Getränk. Bis zu diesem Produkttest, denn heute mich ich euch erzählen, was es mit dem Frankfurter Äpfelwein auf sich hat. Wie ihr euch jetzt sicher denken könnt, handelt es sich hierbei um ein Getränk. Es ist ein selbstgekelteter Äpfelwein, welches aus einem Rödelheimer Wirtshaus stammt. Schon der Firmengründer Herr Philipp Possmann schenkte in einem solchen Wirtshaus seinen ersten, selbstgekelteten Äpfelwein aus. Heute wird das Unternehmen in 5. Generation von Herrn Peter Possmann geführt, der diese Tradition natürlich fortsetzt. Begonnen hat alles im Jahre 1875 als der dreißigjährige Weinküfer Philip Possmann das elterliche Weingut verlässt und nach Frankfurt zieht. Er bekam damals seinen Erbteil ausgezahlt, mit welchem er das „Gasthaus zur Stadt Offenbach“ kaufte. In den Jahren 1879 und 1880 beginnet er dann in seinem neuen Wirtshaus „Zum Taunus“ selbst Äpfelwein zu keltern. Die Registrierung als Einzelhandelskaufmann folgte ein Jahr später. Zum gleichen Zeitpunkt kaufte er auch eine Pferdekutsche und lieferte seinen Äpfelwein an Gaststätten in seiner Umgebung aus. So begann die Geschichte des Unternehmens, sehr klein, aber dennoch sehr bedeutend. Im Jahre 1900 stirbt Herr Philip Possmann und sein Sohn, Robert Possmann übernimmt das Unternehmen von ihm. Dieser war damals erst 22 Jahre alt, so alt wie ich heute und glaubt mir, ich könnte mir nicht vorstellen heute alleine ein Unternehmen zu führen. Er war jedoch sehr gut darin und verpachtete das Gasthaus „Zum Taunus“ und begann sich voll und ganz auf die Kelterei zu konzentrieren. 1924 beginnen dann zwei weitere Possmanns die Firmengeschichte mitzubestimmen. Diese waren Herr Werner E. Ch. Possmann und Herr Fritz Possmann. Sie sorgten für die ersten Tanks, die mit Glasplatten ausgelegt waren. Diese konnten 40.000 Liter Äpfelwein fassen. Heute hat das „Stöffche“ von Possmann schon einige Auszeichnung, seine erste jedoch bekam es im Jahr 1929. 1937 wurde das Grundstück an der Eschborner Landstraße in Rödelheim erworben, auf welchem heute der Firmensitz des Unternehmens ist. Dort wurde außerdem eine Abfüllanlage errichtet. Damals wurden die Apfelmengen kontingentiert, denn es darf nicht mehr gekeltert werden. In den Kriegsjahren wird dort ausschließlich Apfelsaft produziert und Herr Fritz Possmann muss das Unternehmen alleine weiter führen, da Herr Werner E. Ch. Possmann zur Marine muss. Während der Kriegszeit werden die Anlagen des Unternehmens vollständig zerstört und aus diesem Grund wird ein großer Natursteinkeller gebaut in den später drei große U-Boot-Lagertanks passen. Der Geschmack des Stöffches wird in diesen Kellern unglaublich. Im Jahre 1964 wechselt das Unternehmen dann in die 4. Generation. Herr Werner-Volkmar Possmann und Herr Günter Possmann stoßen dazu. 1978 wird die neue Füllerei in Betrieb genommen. In allen Holzfässern und Tanks finden jetzt bis zu 20 Millionen Liter des leckeren Getränkes Platz. 1990 wurde ein Feuchtbiotop auf dem Dach der LKW-Halle errichtet. Man bezeichnet diese als Pionierleistung von Werner-Volkmar. 2004 übernimmt dann Herr Peter Possmann die komplette Geschäftsführung in der 5. Generation. In diesem Jahr führte er auch den Possmann 1881 ein, welcher ein frischer, preisgekrönter Apfelwein-Sekt ist. 2006 feierte das Unternehmen dann sein 125-jähriges Bestehen. Zur gleichen Zeit geht auch eine neue, mildere Apfel-Version auf den Markt. Diese hat den schönen Namen „Big Äppler“ und 2008 kommt dieser dann als alkoholfreie Version in die Geschäfte. 2010 war auch ein sehr bedeutendes Jahr für das Unternehmen, denn in diesem Jahr durfte es in Zusammenarbeit mit der Eintracht Frankfurt den ADLER SCHOPPE erstellen. Insgesamt 100 Goldmedaillen konnte das Unternehmen schon mit seinen Produkten einstreichen. Es gibt heute auch interessante Führungen, an denen ihr gerne teilnehmen könnt. Ihr könnt die Kelterei besichtigen und euch einen Eindruck über das machen, was hinter den Kulissen passiert. Jede Woche sind die Führungen möglich, zu denen ihr euch entweder per Formular oder per Telefon anmelden könnt. Die Führungen kann man gut in der Ebbelwoiwirtschaft „Frankfurter Äpfelwein Botschaft“ ausklingen lassen. Dort herrscht ein gemütliches Ambiente und ihr werdet nur mit den besten Getränken des Hauses verwöhnt. Zu beachten ist bei den Führungen, dass man sie spätestens 7 Tage vorher anmelden muss. Eben sprach ich schon von der „Frankfurter Äpfelwein Botschaft“ und sicher fragt ihr euch jetzt, was dies genau sein soll. Auf der Internetseite findet ihr wirklich viele Informationen über die „Frankfurter Äpfelwein Botschaft“, die ihren Namen zu Recht trägt. Hier soll das geliebte Stöffe in aller Munde gebracht werden. Dort gibt es alle Getränke von Possmann und man kann sich durch die Karte durch probieren. Mehr Infos dazu findet ihr in folgenden Kategorien…

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Wen das Keltern selbst interessiert, kann sich darüber auch auf der Internetseite von Possmann informieren. Dort gibt es nämlich alles, was ihr über Maische, Most, die Lagerung, das Keltern direkt bei Possmann und die U-Boot-Tanks wissen müsst. So ist bei Maische und Most zu beachten, dass die Äpfel vor der Verarbeitung gut gereinigt werden müssen. Dies geschieht durch Reiben und Bürsten der Früchte. Auch fließendes Wasser kommt hier natürlich zum Einsatz. Nur gesunde und reife Äpfel werden weiter verarbeitet und kommen in die leckeren Getränke der Firma Possmann. Gelagert werden die fertigen Getränke dann in Fässern oder Tanks. Dort lagern diese dann im Keller der Kelterei. Jeder U-Boot-Tank von Possmann ist 21 cm lang und 6 m hoch. Da passt also wirklich eine ganze Menge hinein. Wer gerne leckere und tolle Cocktails trinkt, kann sich bei Possmann auf der Internetseite auch gute Ideen und Anregungen für Cocktails holen. Denn mit dem Äppler von Possmann kann man auch köstliche Cocktails zaubern. Da gibt es beispielsweise den Äppler Colada, den Frankfurter Grog und die Äpfelweinbowle. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Frankfurt am Main.











Zum Produkt...
Ich habe für meinen Produkttest gleich sechs Flaschen des Äppler Kirsch erhalten, der vom Aussehen her schon total mein Fall ist. Denn der Äppler Kirsch befindet sich in einer Art Bierflasche, durch die man das leuchtend rote Getränk schon gut erkennen kann. Die Flasche hat zwei Etiketten, die sich am Flaschenhals und in der Mitte der Flasche befinden. Auf beiden Etiketten steht der Name des Produktes und ein extrem roter Apfel ist hier abgebildet.




















Den Äppler Kirsch könnt ihr im Shop von Possmann für 4,51 € kaufen. Für diesen Preis erhaltet ihr ganze sechs Flaschen mit je 0,33 L Inhalt. Den Preis finde ich wirklich prima. Da wir öfter Mischbier kaufen, welches sich in Six-Packs befindet, können wir sagen, dass der Preis völlig in Ordnung ist.






















Auf den Six-Pack mit Äppler Kirsch erhaltet ihr außerdem noch 48 Cent Pfand. In diesem Getränk vereinen sich leckerer Äppler und ein Schuss Kirschsaft. Diese Kombination hört sich schon mal sehr lecker an. Da ich Kirschsaft mag und mit Äppler Bier auch gut klar komme, freute ich mich sehr auf den Geschmack. Wenn man den Äppler Kirsch genießen möchte, muss man aber beachten, dass er 5,5 % Alkohol enthält. Deshalb sollte man nach dem Genuss dieses Getränkes nicht mehr Auto fahren.




















Die Flaschen müssen alle mit einem Flaschenöffner geöffnet werden. Der Deckel der Flasche ist einfach in Silber gehalten.





















Das Getränk ist wirklich extrem rot und hat eine tolle, intensive Farbe, die mir optisch gut gefällt. Ich habe an dem Getränk im Glas gerochen und habe festgestellt, dass es eigentlich nur nach dem intensiven Äppler duftet. Die Kirsche konnte ich hier noch nicht heraus riechen.






















Geschmeckt hat dieses Getränk nun wirklich nicht schlecht. Es war gut im Geschmack und auch wenn ich mir etwas mehr Kirschgeschmack erhofft hätte, kann ich dieses Getränk dennoch empfehlen. Gekühlt direkt aus dem Kühlschrank schmeckt es sogar noch besser.


















Vor allem im Sommer kann ich mir den Äppler Kirsch gut vorstellen. Er ist eine Erfrischung, besonders wenn er eben gekühlt daher kommt. Aber auch ungekühlt kann man ihn gut genießen. Der Preis ist für mich echt in Ordnung. Er ist mir nicht zu hoch und ich würde ihn jederzeit wieder für den Äppler Kirsch ausgeben.






















Zusätzlich zu den sechs Flaschen Äppler Kirsch, habe ich noch ein weiteres Produkt erhalten, was sich echt sehr interessant anhört. Es handelt sich hierbei um das Frau Rauscher's Äpfelwein.Gelee, welches pur-feinherb und vor allem handgemacht ist. Es gibt das Äpfelwein-Gelee von Possmann in ganzen vier Geschmacksrichtungen. Neben dem pur-feinherben Äpfelwein-Gelee, welches ich erhalten habe, gibt es auch noch eines mit Ingwer, eines mit Vanille und eines mit Quitte. Auch die anderen drei Sorten hören sich echt verlockend an. Jetzt möchte ich aber die Sorte vorstellen, die ich für meinen Test erhalten habe.





















Sie befindet sich in einem Glas, auf dem ein Etikett zu sehen ist. Auf diesem, welches auch echt schön rustikal gestaltet ist, sieht man Frau Rauscher und natürlich den Namen des Produktes. Nach dem ersten Öffnen des Glases konnte ich einen intensiven Duft von Äppler wahrnehmen. Besonders für alle, die Puristen sind, ist dieses Produkt genau das richtige. Man riecht nicht nur die Säure des Apfelweines, nein, man schmeckt sie auch richtig. Diesen Geschmack in Gelee-Form finde ich sehr interessant, da ich so etwas vorher noch gar nicht kannte. Auf dem Frühstücksbrötchen macht sich dieses Gelee als Dip zu cremigem Gouda echt gut. Auch wenn man sich das nur schwer vorstellen kann, aber es schmeckt wirklich! Ich habe es ausprobiert.



















Das Glas ist luftdicht verschlossen und kann so auch auf längere Zeit gut aufbewahrt werden. Als Tipp gibt euch Possmann auch noch etwas zum Backen mit dem Äpfelwein-Gelee mit. Backt ihr einen Früchteboden, könnt ihr diesen mit dem Gelee bestreichen und dann die Früchte darauf legen. Das ist geschmacklich mal etwas völlig Anderes, aber dennoch echt lecker. Alle Gelees entstehen per Hand in einer hessischen Manufaktur. Auch alle Rezepte sind speziell dort für Possmann entwickelt worden, sodass ihr mit diesen Produkten einen einzigartigen Geschmack erhaltet, den es so nirgends gibt. Der Preis für ein Glas mit 100 Gramm Gelee beträgt 2,67 €.




















In allen Gelees sind 70 % Apfelwein und  nur 30 % feiner Zucker enthalten. Geschmacklich ist das Gelee echt nicht schlecht. Es sieht optisch auch schon sehr lecker aus. Es ist in einem hellen Honigton gehalten und von der Konsistenz her ist es wirklich wie ein richtiges Gelee. Es ist nicht zu flüssig und lässt sich gut auf dem Brötchen verstreichen.







Die Produkte von Possmann finde ich super interessant. Sie sind sehr vielfältig, aber immer kommt das eine Hauptprodukt gut raus, nämlich der Apfel. Alle Produkte werden liebevoll in bester Handarbeit hergestellt und nur für euch veredelt. Ihr erhaltet somit nur die beste Qualität, die man auch schmecken kann. Mir gefiel der Äppler Kirsch jedoch ein bisschen besser, als das Äpfelwein-Gelee. Das Produkt ist frisch, fruchtig und super lecker, wenn man es gekühlt genießt.






Ich bedanke mich sehr bei Possmann für diesen leckeren Produkttest, der nicht nur mir, sondern auch meinen Freunden sehr viel Spaß bereitet hat. 

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